Archiv für November 2013

Konferenz Kritische Theorie

Verwiesen sei auf die Konferenz »Kritische Theorie. Eine Erinnerung an die Zukunft«, die vom 29. November bis zum 1. Dezember an der Humboldt Universität zu Berlin stattfindet. Weitere Information auf der Website.

Politischer Islam und Kulturdialog mit dem Iran

Verwiesen sei auf eine Tagung am 23. November 2013 an der Humboldt Universität zu Berlin, die unter dem Titel »Politischer Islam und Kulturdialog mit dem Iran. Tagung zum Verhältnis von Kultur, Politik, Gewalt und Islam« stattfindet.

Die Ta­gung soll einen kri­ti­schen Ein­blick ver­schaf­fen so­wohl in in­ne­ris­la­mi­sche theo­re­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zun­gen, die sich um die Frage der Le­gi­ti­mi­tät po­li­ti­scher Ge­walt dre­hen, als auch be­leuch­ten, wie diese Aus­ein­an­der­set­zun­gen in sä­ku­la­ri­sier­ten, post­mo­der­nen Ge­sell­schaf­ten, bei­spiels­wei­se der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, ge­führt wer­den. Vor die­sem Hin­ter­grund wer­den Ana­ly­sen vor­ge­stellt, die sich – am Bei­spiel des Kul­tur­di­alogs mit dem ira­ni­schen Re­gime und des Ge­schlech­ter­ver­hält­nis­ses im Iran – kon­kret der ak­tu­el­len kul­tu­rel­len und po­li­ti­schen Lage so­wohl in Deutsch­land als auch dem Iran wid­men. Au­ßer­dem sol­len die engen Ver­bin­dun­gen dar­ge­stellt und un­ter­sucht wer­den, die auf allen ge­sell­schaft­li­chen Ebe­nen mit dem ira­ni­schen Re­gime be­ste­hen.

Das Programm ist auf der Seite von Zweifel & Diskurs zu finden, ebenso auf Facebook.

Zur Wohnungsfrage und Zum Elend des Studentenmilieus

Hingewiesen sei auf zwei Veranstaltungen, die an der Humboldt Universität zu Berlin stattfinden. (PS: Die Reihenfolge der Veranstaltungen wie der Raum am Donnerstag haben sich geändert und sind nun wie unten stehend.)

Elend des Studentenmilieus

1966 wurde in Straßburg eine Flugschrift verbreitet, deren Titel »Über das Elend im Studentenmilieu – betrachtet unter seinen ökonomischen, politischen, sexuellen und besonders intellektuellen Aspekten und über einige Mittel, diesem abzuhelfen« lautete. Die Kritik des studentischen Bewusstseins und dessen Erscheinung im »lifestyle« ist heute ebenso nötig wie vor über vier Jahrzehnten. Dort hieß es: »Wie ein stoischer Sklave glaubt der Student sich umso freier, je mehr alle Ketten der Autorität ihn fesseln. Genau wie seine neue Familie, die Universität, hält er sich für das gesellschaftliche Wesen mit der größten ›Autonomie‹, während er doch gleichzeitig und unmittelbar von den zwei mächtigsten Systemen der sozialen Autorität abhängt: der Familie und dem Staat. Er ist ihr ordentliches und dankbares Kind.« Dass das studentische Bewusstein sich ganz im Einklang mit der gesellschaftlichen Tendenz dem Ideal der Infantilität, der Eskamotierung des Bewusstseins, annähert und so das ideale Konkurrenzsubjekt wird, geht einher mit dem verbissenen »fun«, der von den Studentenpartys bis zur Universität als Spielplatz und als Catwalk, propagiert wird. Die Veranstaltung wird sich diskutierend der Kritik des Elends des Studentenmilieus widmen.

7. November 2013 – – – 18:30 Uhr
Humboldt Universität zu Berlin
Unter den Linden 6 – – – Raum 3038

Zur Wohnungsfrage

Die Wohnungsfrage ist in aller Munde – auch an der Universität. Proteste werden initiiert, Bündnisse geschlossen, Aktionswochen veranstaltet, Wink-Elemente gebastelt, Demonstrationen organisiert. Hatte schon Engels 1873 die kleinbürgerliche Kritik der Wohnungsnot, namentlich von Proudhon vertreten, kritisieren müssen, so ist dies heute nicht weniger nötig. Wenn sich Studierende gegen zu hohe Mieten zusammen schließen, um Forderungen an den Staat zu stellen, erweist sich der sogenannte Protest als Präsentation der Staatsbürgertugenden in sozialdemokratischer Tradition. Dies scheint auch mit einem fehlenden Begriff des Gegenstandes zusammenzuhängen. Zwar wird bei den Protestgrüppchen auch ein Zusammenhang von Wohnungsnot und Kapitalismus behauptet, aber weder nachvollzogen noch kritisiert, sodass der theoretischen Blindheit auch die politische folgt: Die Flucht zum starken Souverän, der vorm mysteriösen Kapital schützen soll. In der Veranstaltung hingegen geht es um die begriffliche Kritik, die Darstellung des Zusammenhangs der Ökonomie von Grund, Boden und Miete.

8. November 2013 – – – 18:30 Uhr
Humboldt Universität zu Berlin
Dorotheenstraße 26 – – – Raum 207